Ich trete von einem Fuss auf den anderen, um das Brennen der heissen Steine unter meinen Füssen zu lindern. Dreimal habe ich bereits im Kopf meine baldige Glacé-Bestellung geändert. Es sind noch fünf Meter bis zum Kiosk. Die Schlange fliesst, der Hitze entsprechend langsam, vorwärts. Hinter mir stehen zwei Kinder, die sich kichernd überlegen, wie sie an der Menschenmenge vor ihnen vorbei kommen könnten. Ich habe jeglichen Sinn für Humor verloren und werfe ihnen einen „wagt es nicht – Blick“ zu. Dieser scheint sie nicht besonders zu beeindrucken. Schlimmer noch, sie erhalten kurz darauf Rückendeckung von ihren Eltern. Glücklicherweise kann ich kurz darauf meine Bestellung abgeben. Die Auswahl beschränkt sich nun allerdings nur noch auf eine Sorte.
Mit einem Cola-Wassereis in der Hand gehe ich über den grünen Rasen zu meinem Handtuch. Das Kinderbecken daneben ist um diese Zeit so voll, dass das Wasser nicht mehr zu sehen ist. Stattdessen dominieren Plastik-Schwimmtiere in allen Farben und Formen. Auch der Rasen ist voll von Kindern, die sich gegenseitig hin und her jagen. Daneben sitzen Eltern auf riesigen Picknickdecken und wägen ab, welche Schule im nächsten Jahr für Max die richtige ist. Es riecht nach Sonnenmilch.
Ich gehe hinunter zum Fluss und beobachte Teenager, für die die Schule an diesem Sommertag so weit weg scheint, wie der Winter. Viel wichtiger sind die neuesten Klingeltöne auf ihrem Handy oder die Frage, wer von den Jungs wagemutiger ins Wasser springt.
Auch ich springe, wenn auch nicht ganz so wagemutig, ins Wasser. Die Strömung nimmt mich schnell mit und am Ende des Bades lasse ich mich eine Weile vom kristallklaren Wasser umspülen.
Bädersuche